Von Beginn an ...
Auszüge aus der Festschrift 20 Jahre Pioniereisenbahn "Junges Leben" Vatterode

Das Naherholungszentrum am Vatteröder Teich war um ein
Kleinod reicher. Der Wunschtraum vieler Kinder, im Naher-
holungszentrum auch eine Pioniereisenbahn zu besitzen,
war in Erfüllung gegangen.

In fleißiger Arbeit schufen die Kollegen der Bahnwerkstatt
in Vorbereitung (...) des Tages des Bergmannes
der DDR 1967 eine Pioniereisenbahn, die selbst die Herzen
der Erwachsenen höher schlagen ließ.

Die einzelnen Stationsbauten zur Durchführung eines reibungslosen
Zugverkehrs wurden von den Brigaden (...) der zentralen Bauwerkstatt errichtet.
Unter Einbeziehung der Jugendlichen der Werksbahn und vieler
Werktätigen anderer Mansfeld-Kombinats-Betriebe entstand
in unglaublich kurzer Zeit von nur 6 Wochen die kleine Bahn.

6.000 t Schlackenschotter mussten angefahren werden,
2.800 m Schienen der Form S 18,
2.000 Schwellen und
1.000 m Erdkabel wurden verlegt.

Für die äußere Gestaltung einer EL 9-Grubenlok stand die
Schmalspurlokomotive der Baureihe V 10 c Modell.

Diese Arbeiten übernahmen die Kollegen der Bahnwerkstatt Klostermansfeld.
Sie vollbrachten hierbei großartige Leistungen.

Aus gebrauchsfähigen Untertage-Mannschaftswagen bauten sie
8 Stück ansehnliche achtsitzige offene Personenwagen.

Stolz und Freude lag in den Augen aller Bauarbeiter, als
am 3. Juli 1967 der Generaldirektor des VEB Mansfeld Kombinat Wilhelm Pieck,
Prof. Dr. habil. Jentsch, das Band für die erste Fahrt durchschnitt
und den Befehlsstab zur Fahrt vom Bahnhof "Mansfeld Schleife" zum
Bahnhof "Wippergrund" hob.

Die ersten Fahrgäste waren die Erbauer und Initiatoren.
Zum Pressefest des "Mansfeld Echo" 1967 hatte die
Pioniereisenbahn "Junges Leben" ihre erste Bewährungsprobe
erfolgreich bestanden.

Zu den ersten Gästen zählten damals die Fernsehlieblinge
der Kinder, wie Meister Nadelöhr, Taddäus Punkt und Professor Flimmrich.
Sie wurden mit einem Sonderzug vom Bahnhof "Wippergrund" abgeholt.

   Im Jahr 1967 beförderte die Pioniereisenbahn 13.883 Personen
und legte dabei eine Strecke von 1.750 km zurück.

 

Pioniereisenbahner auf Besuch ...

.. noch zu beschreiben.

 

Nach der Wende ...

.. noch zu beschreiben.

 

Die KML gibt auf ...

Nach vielen Jahren der ständigen Zuschusskürzung ist die Schmerzgrenze
bei der Kreisbahn Mansfelder Land erreicht. Unglücklicherweise fällt der Zeitpunkt
des Vertragsendes mit der Kreisreform und somit der Zusammenlegung des
Landkreises "Mansfelder Land" und der Stadt Sangerhausen zusammen.

Die Betriebseinstellung geht in der Vielzahl der politischen und organisatorischen
Themen unter und bleibt selbst in der Presse weitestgehend unbemerkt.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an die Kreisbahn für ihr
tapferes Durchhalten und die auch weiterhin andauernde gute Zusammenarbeit.