Presse
MZ 07.10.2011 ,
MZ 29.08.2011 , MZ 07.05.2011 ,
Amtssblatt 04/2011 ,
Pfiff! 01.12.2010
,
MZ 22.05.2010
07.10.2011, Mitteldeutsche Zeitung
| Sohn durfte sogar auf
die Lok VON BURKHARD ZEMLIN RÄTSELFOTO Mansfelder erinnern sich gern an Pioniereisenbahn "Junges Leben" im Naherholungsgebiet am Vatteröder Teich. VATTERODE/MZ. Das Foto aus Vatterode hat "schöne Erinnerungen" geweckt, wie Elka Methner, Gerti Kulas, Helmut Fritsche, Blanka Riebeling, Familie Rypczynski, Beate Kulpe, Reinhard Knüpfer und Evely Gorgas versichern. "Der Vatteröder Teich war für uns oft Ausflugsziel und Urlaubsort", schreibt Elka Methner und fügt hinzu: "Für unseren Sohn war es ein besonderes Vergnügen. Er durfte auch mal mit der Lok mitfahren." Frau Methner hat ein Foto zur Verfügung gestellt, auf dem drei ihrer Kinder und zwei ihrer Neffen in der Pioniereisenbahn zu sehen sind. Jörg Pfaue : "Mit dieser Bahn fuhren schon unsere Kinder gern. Bis zuletzt haben wir tolle kleine Fahrten mit unseren Enkeln gemacht." Sechs Wochen Bauzeit
Uwe Hauke : "Die
Pioniereisenbahn wurde am 2. Juli 1967 eröffnet und am 3. Juli 1967 wurde
ihr anlässlich des Tages des Bergmanns der Name ,Junges Leben´ verliehen.
Innerhalb von sechs Wochen war die Anlage von Mitarbeitern des
Transportbetriebes des Mansfeldkombinates ,Wilhelm Pieck´ errichtet worden.
Die einzelnen Stationsbauten wurden von den Brigaden der zentralen
Bauwerkstatt, Jugendlichen der Werksbahn und vielen Werktätigen anderer
Betriebe des Mansfeldkombinates errichtet. Es wurden 6 000 Tonnen
Schlackenschotter angefahren, 2 800 Meter Schienen verlegt, 2 000 Schwellen
verbaut und 1000 Meter Erdkabel verlegt. Allein im Jahr 1967 beförderte die
Pioniereisenbahn 13 883 Personen und legte dabei eine Strecke von 1 750
Kilometern zurück." Wagen aus dem Bergbau Monika Arnhold ergänzt, dass bei der Bahn umgebaute Untertage-Mannschaftswagen zum Einsatz kamen. "Auch die Gleis- beziehungsweise Signalanlagen wurden von den Gewerken der Werksbahn erstellt", schreibt sie, und dass alles von der Bahnwerkstatt gewartet worden ist. Letzter Lokführer war Rainer Liedke. Nach der Wende wurde die Bahn vom Landkreis Mansfelder Land übernommen und unter der Regie der Kreisbahn weiter geführt, wie Uwe Hauke schreibt. "Im August 2008 fand die vorerst letzte Fahrt der Parkeisenbahn statt", setzt er hinzu und ergänzt, dass am 18. März 2010 Björn Garten aus Dresden die Anlage übernahm mit dem Ziel, sie zu erhalten und wieder in Betrieb zu setzen. Landschaftlich eine Perle
A. Gottschalk, Adrien Barowsky und
Evely Gorgas wünschen ihm dafür viel Erfolg, "auf dass die Parkeisenbahn
bald wieder mit zahlreichen Gästen durch das Wippertal rollt", wie Frau
Gorgas es ausdrückt. Landschaftlich sei das Areal immer noch eine Perle.
"Aber es fehlt zum Beispiel eine gastronomische Einrichtung, die
Tagesausflügler an den Vatteröder Teich locken könnte", gibt sie zu
bedenken. Fast jeden Sonntag am Teich
"Der Vatteröder Teich", schreibt sie
weiter, "war ein tolles Naherholungsgebiet zu DDR-Zeiten. Wir waren fast
jeden Sonntag am Teich - entweder mit der Pioniereisenbahn oder zu Fuß. Im
Terassencafè oder später in der ,Karavelle´ wurde eingekehrt. Selbst mein
Sohn -Jahrgang 1987 - ist mit der Pioniereisenbahn sehr oft gefahren und war
immer ganz aufgeregt. |
29.08.2011, Mitteldeutsche Zeitung
| Staatsanwalt zuckelt über die Gleise VON HELGA LANGELÜTTICH UND WOLFRAM BAHN, 28.08.11, 18:04h, aktualisiert 28.08.11, 22:05h ![]() Eigentümer Björn Garten (links) aus Dresden erklärt Besuchern, wie die Elektroloks der Parkeisenbahn angetrieben werden. (FOTO: JÜRGEN LUKASCHEK) VATTERODE/MZ. Für viele Eisenbahnfans gab es am Sonntag nur ein Ziel: den Bahnhof der Parkeisenbahn am Vatteröder Teich. Der Elektroingenieur Björn Garten, dem die ehemaligen Pioniereisenbahn seit dem Vorjahr gehört, hatte zum Tag der offenen Tür eingeladen, um zu zeigen, was auf dem Gelände inzwischen passiert ist. Und da hat sich eine Menge getan, seit dem die Parkbahn im Jahre 2008 zum letzten Mal gefahren ist. Technik muss erneuert werden Das Dach wurde repariert. Auch die Wände im Bahnhof sind inzwischen saniert. Neues Mobiliar - das alte war teilweise durch die Nässe verschimmelt - wird nach und nach neu angeschafft, sagte der 35-jährige Eisenbahnliebhaber aus Dresden. Doch, wer mit der Kleinbahn fahren will, der muss noch warten. "Das ist noch nicht möglich", räumte der neue Eigentümer ein. Nach seinen Angaben muss die Sicherungstechnik erst noch erneuert werden, auch die Weichen sind zum Teil nicht mehr nutzbar, nachdem sie schon fast 44 Jahre ihre Dienste getan haben. Es sei erst der Anfang gemacht, so Garten, der hofft, dass es nach dem Start im nächsten Jahr richtig losgeht. Der Dresdner war in der 80er Jahren als Pioniereisenbahner im Austausch an den Vatteröder Teich gekommen und kannte daher die Parkbahn. Seither kam er jeden Sommer. Als die private Kreisbahn Mansfelder Land vor drei Jahren den Betrieb einstellte, weil die Kosten zu hoch wurden, rollte die Schmalspurbahn aufs Abstellgleis. Auch die Idee, die Parkbahn nach Wippra ins Naherholungsgebiet an der Rodelbahn "umzusiedeln", blieb ein Wunschtraum. So entschloss sich der Dresdner im vorigen Jahr, die Parkbahn vom Landkreis zu kaufen, um sie zu retten. Ein schwieriges Unterfangen, wie auch die Besucher am Sonntag erfuhren. Doch es wurde kein Trübsal geblasen. Stattdessen bot der neue Bahneigentümer ein buntes Programm für Jung und Alt. Im Lokschuppen lief der Kinderfilm "Thomas die Lokomotive", auf einem Tisch war ein kleine Eisenbahn aufgebaut. Memory-Spiele sorgten für Unterhaltung. Auf Tafeln wurde über die Technik informiert. Auch die Batterie, über die die Bahn betrieben wird, konnte in Augenschein genommen werden, so wie die noch gut erhaltenen Relais. Die waren allerdings zur Sicherheit durch Glas geschützt. Gut erhalten präsentierten sich die Loks und Wagen der Parkbahn. Als besondere Überraschung besonders für die jüngsten Gäste zog im Freigelände vorm Bahnhof eine kleine Gartenbahn ihre Kreise. Johann und Friedrich Ulrich, die mit ihren Eltern aus Gorenzen zum Tag der offenen Tür gekommen waren, drehten damit gleich ein paar Runden. "Es ist schön, dass es hier weiter geht", meinte der Rentner Joachim Müller aus Vatterode.
Helfer sogar aus Stuttgart Mittlerweile sind erste Helfer dazugestoßen. Einer, der am Sonntag sogar eine Eisenbahner-Uniform anhatte, ist Rolf Bach aus Weimar. Er hat im Internet von dem Vorhaben erfahren, die Parkeisenbahn wiederzubeleben. Seither hilft er in seiner Freizeit mit. "Mich interessiert die Technik. Das ist ein guter Ausgleich für meine Arbeit", sagte lächelnd der junge Mann, der von Beruf Staatsanwalt ist. Erinnerungen an seine Kindheit wurden bei Richard Hohmann wach. Er gehörte wie Björn Garten zu den "Austauscheisenbahnern", die es zwischen Dresden und Vatterode gab. "Das Interesse an der Bahn habe ich behalten und hier gibt es dafür das richtige Betätigungsfeld", erzählte der Eisenbahnfan, der extra aus Stuttgart angereist war, um mitzumachen. |
07.05.2011, Mitteldeutsche Zeitung
| Parkbahn sucht
Stromanschluss VON FRIEDER FAHNERT, 06.05.11, 19:16h, aktualisiert 06.05.11, 21:57h ![]() mit zwei Loks der Parkbahn in Vatterode. Der Sachse hat vor, die Bahn wieder rollen zu lassen. (FOTO: JÜRGEN LUKASCHEK)
Aber Voraussetzung sei natürlich, dass Strom vorhanden ist. Derzeit werde ein Angebot von einem Energieunternehmen erarbeitet. Wenn das auf dem Tisch liegt, heißt es nach
Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen. Immerhin werde der Stromanschluss samt
Kabelverlegung sicher deutlich über 20 000 Euro liegen, schätzt Björn
Garten. "Und diese Summe kann ich natürlich nicht allein aufbringen."
Batterien laden, Weichen stellen, Durchsagen am Bahnhof - zu vielen Dingen
ist Strom notwendig, um die kleine Bahn tuckern zu lassen. Er hofft, dass
bis zum Jahresende das Thema Strom abgehakt werden kann. Im Winter sei zudem bei der Eiseskälte eine Wasserleitung geborsten. Auch die galt es reparieren und dabei gleich frostsicher zu verlegen, so Björn Garten, der in Dresden wohnt und als freiberuflicher Elektroingenieur arbeitet. Etwa alle zwei bis drei Wochen ist er in Vatterode, um sich dort auf Parkeisenbahngelände seinen Traum zu verwirklichen. Mittlerweile gab es auch einen ersten Arbeitseinsatz Anfang April, bei dem zahlreiche Eisenbahnfreunde mit von der Partie waren. Weitere Einsätze für die Zukunft sind geplant. Alles mit dem Ziel, die Bahn wieder rollen zu lassen. Wenn alles klappt, könnte das im nächsten Jahr der Fall sein, hofft Björn Garten. Für den 28. August ist ein Tag der offenen Tür geplant. Dort will er Interessierten sein Projekt vorstellen und mit den Leuten ins Gespräch kommen. Der nächste Arbeitseinsatz findet am 14. Mai, 13 bis 18 Uhr, und 15. Mai, 10 bis 16 Uhr, statt. Helfer sind zu diesem Wochenende willkommen. |
|
||||
|
N EUSTART BEI DER PARKEISENBAHN VATTERODEF RANK DÖRNER IM INTERVIEW MIT BJÖRN GARTENViele Jahre fuhr eine Parkeisenbahn am Vatteröder Teich. Vor zwei Jahren kam jedoch das Aus: Der ehemalige Betreiber der kleinen Eisenbahn, die Kreisbahn Mansfelder Land konnte trotz seines Engagements die Kosten für einen regelmäßigen Fahrbetrieb nicht decken. Der Fahrbetrieb musste eingestellt werden. Nun gibt es wieder Licht am Ende des Tunnels: Der ehemalige Dresdner Parkeisenbahner Björn Garten hat die Anlagen vom Landkreis gekauft und möchte die beliebte Freizeitattraktion wieder zum Leben erwecken. Wir hatten Gelegenheit, den neuen Eigentümer zu den genauen Umständen des Engagements und zu den Zukunftsplänen zu befragen. Herr Garten, Sie sind stolzer Besitzer einer eigenen Eisenbahn. Wie ist es dazu gekommen? Das ist eine lange Geschichte. Sie beginnt im Jahr 1986, als ich das erste Mal als Pioniereisenbahner der Pioniereisenbahn Dresden nach Vatterode fuhr. Seither verbrachte ich jedes Jahr meinen Urlaub am Vatteröder Teich. Die „stille“ Betriebseinstellung im Jahr 2008 und die folgenden Zeitungsartikel in der MZ veranlassten mich, die Verantwortlichen beim Landkreis Mansfeld-Südharz regelmäßig zu kontaktieren, um zu erfahren, wie die Zukunft der Bahn aussieht. Gewohnt an die Antworten über „Ungewissheit“ und „Keine Interessenten“ staunte ich nicht schlecht, als plötzlich die Gegenfrage gestellt wurde, ob ich die Bahn nicht haben möchte. Das musste ich erst mal verdauen. Es vergingen noch etliche Monate, in denen ich über etwaige Konsequenzen nachdachte, bevor ich in Verhandlungen über Preis und Konditionen mit dem Landkreis trat. Wie steht Ihre Familie dem Vorhaben gegenüber? Zum Glück durchweg positiv. Meine Frau war von Anfang an über alles informiert und in die Entscheidung mit einbezogen. Ohne ihr Einverständnis ginge es ohnehin nicht und es gibt klare Absprachen über unsere Prioritäten. Meine Mutter zieht als Vollzeit-Oma ebenfalls mit am selben Strang und mein Bruder – keine Frage – sitzt natürlich mit im Boot. Derzeit ist leider kein öffentlicher Fahrbetrieb möglich. Was steht dem entgegen? Leider nicht die „geplanten“ Probleme. Durch die unbemerkte Undichtigkeit des Daches am Bf. Mansfeld Schleife und den fehlenden Luftaustausch kam es während der Stilllegungsphase zu einem massiven Schimmelschaden an Mobiliar und Gebäude. Das Mobiliar wurde entsorgt, eine kostspielige Sanierung an eine Fachfirma vergeben. Da die Bahn ausschließlich Akku-Lokomotiven hat ist die Verfügbarkeit von Strom essentiell. Kein Problem möchte man meinen. Zu DDR-Zeiten wurden aber nicht selten „kooperative“ Installationen vorgenommen, die es nun ermöglichen, dass der neue Eigentümer des Feriendorfes am Vatteröder Teich mit einer einzigen Handbewegung ein „unlösbares Problem“ schafft. Zu allem Unbehagen ist auch noch die Wasserzuleitung am Bf. Mansfeld Schleife im Winter kaputt gegangen. Trotzdem gibt es sicherlich schon Pläne, die Parkeisenbahn Vatterode wieder fahren zu lassen. Wie sehen diese aus und mit welchem Zeitrahmen kann man rechnen? Neben der Lösung der o.g. Probleme betreibe ich selbstverständlich Anstrengungen um den Fahrtrieb eisenbahntechnisch und –rechtlich „aufzugleisen“. Wann der Start in die erste Fahrsaison erfolgen kann hängt leider maßgeblich von Dritten ab. Bis dahin hat die Erhaltung der Substanz, d.h. Gleise, Fahrzeuge, Gebäude und Grundstück oberste Priorität. Außerdem möchte ich, dass am Tag 1 alles perfekt ist. Schon jetzt ist, nach Analyse der Kassenunterlagen, klar, dass es keinen regelmäßigen Fahrbetrieb geben kann, wie er durch die „Kreisbahn Mansfelder Land“ aufrecht erhalten wurde. Das Umfeld gibt keine Laufkundschaft her, wie man es bei der Dresdner Parkeisenbahn kennt. Fahrgäste die man befördern möchte, muss man selbst anlocken. Das wird meine Hauptaufgabe in den nächsten Jahren sein. Starten möchte ich daher mit ca. 3-4 Fahrtagen pro Jahr begleitet von einer selbst organisierten Veranstaltung im direkten Umfeld. Der Betrieb einer Eisenbahn kostet viel Geld. Insbesondere die Instandhaltung von Fahrzeugen soll sehr teuer sein. Wie wollen Sie den Betrieb finanzieren? Hier muss ich widersprechen. Der Betrieb einer Eisenbahn kostet in erster Linie viel Zeit. Natürlich ist wirtschaftlich Geld und Zeit eng miteinander verknüpft. Bisher gab es im Umfeld der Parkeisenbahn Vatterode keinen Verein und keine Lobby. Die nach dem MZ-Artikel vom 22.05.2010 eingegangen Angebote und Kontaktanfragen von Vereinen und Privatpersonen stimmen mich jedoch sehr zuversichtlich, dass ich nicht auf verlorenem Posten stehe. Hier möchte ich Christoph Michalski, einen Jungen aus Zscherben, erwähnen, der mich ganz besonders (per Mail) in meinem Bestreben bestärkt hat. Viele kleinere Eisenbahnen und Eisenbahnvereine, Museen und Interessengemeinschaften sind auf ehrenamtliches Engagement freiwilliger Helfer dringend angewiesen. Gibt es die Möglichkeit, bei den Aufräum- und Rekonstruktionsmaßnahmen zu helfen? Gibt es beispielsweise öffentliche Arbeitseinsätze? Öffentliche Arbeitseinsätze wird es ab 2011 geben. Es gibt reichlich Handlungsbedarf in den Bereichen „Entrosten“ , „Streichen“ und „Ersetzen“, „Inventar sondieren“ und „katalogisieren“. Derzeit hindern mich die vorstehend genannten Probleme Arbeitseinsätze durchzuführen. Kaum ein Gerät funktioniert heute ohne Strom. Toilettenspülung, Waschbecken und Dusche sind gerade bei Arbeitseinsätzen wichtige Voraussetzungen. Wie kann sich die Öffentlichkeit über Neuigkeiten bei der Parkeisenbahn informieren? Ich bemühe mich, die Webseite stets aktuell zu halten. Aufgrund der regionalen Zuordnung wird es vermutlich ab und zu Artikel in der MZ (Mitteldeutsche Zeitung) geben. Gibt es die Möglichkeit, für die Eisenbahn zu spenden? Prinzipiell ja. Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass ich keine Spendenbescheinigungen ausstellen kann. Es ist mir wichtig, dass es hierbei keine Missverständnisse gibt. Wer spenden möchte überweist bitte an: Empfänger: Parkeisenbahn Vatterode Wer sein Geld für etwas Bestimmtes eingesetzt wissen will, kann gern im Verwendungszweck ein entsprechendes Stichwort unterbringen wie „Fahrbet rieb“, „Hauptuntersuchung“, „Rollmaterial“, „Sicherungstechnik“, o.ä. Ich werde das auf jeden Fall respektieren. Wir wünschen Ihnen bei Ihrem Vorhaben alles Gute und danken für das Interview. Vielen Dank. |
22.05.2010, Mitteldeutsche Zeitung
| Sachse bringt die
Parkbahn am Teich wieder ins Rollen VON FRIEDER FAHNERT, 21.05.10, 19:41h, aktualisiert 21.05.10, 20:19h ![]() Björn Garten schiebt eine der beiden Kleinbahnen aus der Garage. Der Dresdner ist neuer Eigentümer der Parkbahn in Vatterode. (FOTO: JÜRGEN LUKASCHEK)
Allerdings: In diesem Jahr wird die Bahn noch nicht rollen. "Es muss erst das Umfeld hergerichtet werden", sagt der Sachse. Für eine der beiden Loks stehe zudem eine Hauptuntersuchung an. Er hofft, dass im kommenden Jahr die kleine Bahn wieder tuckern kann. Freilich nicht im täglichen Dauerbetrieb, das ließe sich nicht finanzieren. So an drei oder vier Wochenenden Fahrten anzubieten schwebt ihm vor: Pfingsten, Kindertag oder Zuckertütenfest zum Beispiel. Eingebunden werden sollen die Fahrttage in kleine Feste, die auf dem Gelände veranstaltet werden. "Denn nur von Laufkundschaft wird sich die Sache nicht lohnen", sagt der freiberufliche Elektroingenieur. In erster Linie will Björn Garten das ehrgeizige Projekt alleine stemmen. Unterstützung erhält er womöglich von seinen vielen Eisenbahnfreunden in Dresden. Dort in Dresden ist auch sein Interesse für kleine Eisenbahnen geweckt worden. Als Kind hat er dort bei der Pioniereisenbahn mitgemacht. Damals sei es üblich gewesen, dass die jungen Pioniereisenbahner auch bei anderen Kleinbahnen zum Einsatz kommen - sozusagen als Austausch-Pioniereisenbahner. Dadurch hat Björn Garten auch 1986 die Vatteröder Bahn kennen und schätzen gelernt. Seit dem war er jedes Jahr einmal im Sommer in Vatterode. Als vor zwei Jahren das Aus für die Parkeisenbahn kam, habe es schon ziemlich geschmerzt, mit ansehen zu müssen, wie das Unkraut das Gleis mehr und mehr verdeckt. "Das tat schon weh", räumt Björn Garten ein. Für ihn stand fest, dass sich da etwas tun muss. Deshalb habe er den Kontakt mit dem Landkreis als Besitzer der Parkbahn gesucht und schließlich den Zuschlag gekommen. Er stehe jetzt am Anfang, vor einem Berg von Arbeiten, die zu erledigen sind. Er kann die Parkbahn nach eigenen Bekunden allein nicht betreiben. Dazu bedarf es Partner, sagte er. Als zukünftigen Betreiber kann er sich einen Verein oder eine Firma vorstellen. Wer da alles potentielle Ansprechpartner sein werden, das sei noch völlig offen. Erst will Björn Garten die gröbsten Arbeiten anpacken, um dann auf Partnersuche für das Projekt "Parkeisenbahn Vatterode" gehen. |